Umlaufverfahren

  • bietet den Vorteil der Handhabung von Chemikalien in einem geschlossenen System
  • nutzt die hydraulischen Gegebenheiten der kundeneigenen Anlagen in der Regel optimal aus
  • erreicht auch schwer zugängliche Stellen im System (die gesamte Oberfläche wird behandelt)
  • gewährleistet eine weitestgehend gleichmäßige Einwirkzeit auf alle zu bearbeitenden Flächen
  • gewährleistet eine optimale Ausnutzung der eingesetzten Chemikalien durch ständigen Materialaustausch an der Reaktionsfläche

Schematische Darstellung des Umlaufverfahrens

 

Rotationssprühverfahren

  • bietet den Vorteil der Handhabung von Chemikalien in einem geschlossenen System
  • benötigt üblicherweise eine geringe Menge an Beiz-/Reinigungschemikalien
  • sollte nur angewendet werden, wenn im Wirkbereich des Sprühkegels keine Einbauten die eigentlich zu bearbeitenden Flächen „abschatten“
  • gewährleistet eine weitestgehend gleichmäßige Einwirkzeit auf alle zu bearbeitenden Flächen
  • gewährleistet eine optimale Ausnutzung der eingesetzten Chemikalien durch ständigen Materialaustausch an der Reaktionsfläche

Schematische Darstellung des Rotationssprühverfahrens

 

Den beiden Verfahren ist gemeinsam, dass sie kein Einsteigen eines Mitarbeiters in einen Behälter — möglicherweise sogar unter Anlegen einer Atemschutzausrüstung — erfordern und somit das Risiko einer Verunfallung deutlich herabsetzen.

Unsere Fachkräfte bestimmen den Fortschritt des Reinigungs-/Beizvorganges durch begleitende analytische Überwachung und dosieren entsprechend die Wirksubstanzen bei Bedarf auch nach. Diese Vorgehensweise bewirkt eine optimale Reinigungs-/Beizdauer und senkt somit Zeitaufwand und Kosten zum Nutzen des Anlagenbetreibers.

 

Streichverfahren

Dieses manuelle Bearbeitungsverfahren wird vorwiegend bei Problemen an Schweißnähten, -punkten und anderen begrenzten Flächen angewandt. Die Beiztechnik Kuhlmann hat jedoch auch schon ein gesamtes Tanklager auf diese Art von starken transportbedingten Korrosionsschäden befreit, weil in der direkten Nachbarschaft C-Stahl und verzinkte Teile so dicht an dem zu beizenden Edelstahl verbaut waren, dass Folgeschäden durch Sprühnebel sonst nicht auszuschließen gewesen wären.

Mit dem manuellen Beizverfahren werden die Beizchemikalien gezielt mit geeigneten Pinseln auf die Arbeitsflächen aufgetragen und nach einer definierten Einwirkzeit mit (additiviertem) Wasser abgewaschen. Wo erforderlich, wird der Behandlungsschritt mit den Chemikalien wiederholt, bis das angestrebte Ergebnis erzielt ist.

Eine derartige Beizung kommt nur in Frage, wenn das Auffangen der Beizlösung und des Spülwassers genau so wie beim Umlauf-/Rotationssprühverfahren zu 100 % gewährleistet werden kann.